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31.10.2018–13.01.2019  

Mit : Maria Thereza Alves, Jérôme Considérant, Dear Hunter, mounir fatmi, Benoît Félix, Günther Förg, Kati Heck, Dirk Dietrich Hennig, Myriam Hornard, Djos Janssens, Sophie Langohr, Eva L’Hoest, Jaques Lizène, Emilio López-Menchero, Sylvie Macías Díaz, Xavier Mary, Yerbossyn Meldibekov, Cindy Sherman, Armand Simon, Johan Tahon, Raphaël Zarka

Ausgehend von der Philosophie des Pragmatismus, die besagt, dass nur das, was funktioniert, wahr ist, bringen IKOB, SPACE Collection und BPS22 ihre Sammlungen für die Dauer einer Ausstellung zusammen. In einem angespannten politischen und kulturellen Klima müssen Kulturinstitutionen improvisieren, sich anpassen und besondere Maßnahmen ergreifen, um ihre Mission zu erfüllen. In dieser Situation wird der Pragmatismus, den sie alle an den Tag legen müssen, sowohl als Überlebensstrategie in der Kunst, als auch als Mittel des Widerstands betrachtet. Wenn die Arbeiten der drei Sammlungen konzeptionell, stilistisch und anekdotisch miteinander in Dialog treten, sind es vor allem die mit den Einschränkungen der Ausstellung verbundenen Pragmatismen, die ihr Zusammentreffen leiten.

   

Fake News: Original + Fake + Copy +
... from the collection of the Sprengel Museum Hannover

Photo: On the right side the original Kurt Schwitters, on the left side the Schwitters by Dirk Dietrich Hennig. SRF/Emilie Bur

Not only since the case of Wolfgang Beltracchi, the guardians of the art collections in Germany have once again been alarmed: almost every collection contains works that have been forged, copied, re-cast or removed for various reasons. The media-effective cases like Beltracchi are the least historically interesting in art history - this is also shown by the examples from the Sprengel Museum Hannover, some of which were erroneously shown over decades as questionable originals.

Various works by prominent authors such as Giorgio de Chirico, Alberto Giacometti, Oskar Kokoschka, Max Beckmann and Wols, which according to previous evidence have proven to be replicas, forgeries and copies, will be presented in the third, cabinet-like room of the extension. Along with these works, some of the originals of the artists will be shown, and for each "case" the current state of research, which has been developed over decades through the exchange with scientists, the preparation of catalogs of works, restorations and provenance research. Discussions about alleged cases of forgery whose end is still open are also presented.

Finally, the work of Dirk Dietrich Hennig (born 1967), whose own work revolves around themes such as original, history and falsification, will rhetorically underline the presentation.

With this collection presentation, the Sprengel Museum Hannover strives for a further opening and transparency of the work of the institution - not only the classical presentation and the collection and preservation, but also the disclosure of the scientific strategy of the museum are among its activities.

An accompanying booklet (german/english) with essays by Patricia Hartmann and Carina Plath appears. Lectures and talks will enrich the presentation and its discussion.


Fake News: Original + Fälschung + Kopie + … aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover

Nicht zuletzt seit dem Fall um Wolfgang Beltracchi sind die Hüterinnen und Hüter der Kunstsammlungen in Deutschland erneut alarmiert: Nahezu jede Sammlung enthält Werke, die aus verschiedenen Gründen gefälscht, kopiert, neu gegossen oder neu abgezogen wurden. Die medienwirksamen Fälle wie Beltracchi sind dabei die kunsthistorisch am wenigsten interessanten – dies zeigen auch die Beispiele aus dem Sprengel Museum Hannover, von denen einige irrtümlicherweise über Jahrzehnte hinweg als fragliche Originale gezeigt wurden.

Verschiedene Werke, von prominenten Urhebern wie Giorgio de Chirico, Alberto Giacometti, Oskar Kokoschka, Max Beckmann und Wols, die sich nach bisheriger Beweislage als Repliken, Fälschungen und Kopien erwiesen haben, werden im dritten, kabinettartigen Saal des Erweiterungsbaus präsentiert. Zusammen mit diesen Werken werden auch einige Originale der Künstler gezeigt, und es wird zu jedem „Fall“ der aktuelle Forschungsstand dargelegt, der über Jahrzehnte durch den Austausch mit WissenschaftlerInnen, das Erstellen von Werkverzeichnissen, Restaurierungen und Provenienzrecherchen entstanden ist. Auch Diskussionen um vermeintliche Fälschungsfälle, deren Ende noch offen ist, werden vorgestellt.

Schließlich soll die Arbeit von Dirk Dietrich Hennig (geb. 1967), dessen eigenes Werk um Themen wie Original, Geschichte und Fälschung kreist, die Präsentation rhetorisch unterstreichen.

Das Sprengel Museum Hannover strebt mit dieser Sammlungspräsentation eine weitere Öffnung und Transparenz der Arbeit der Institution an – nicht nur die klassische Präsentation und das Sammeln und Bewahren, sondern auch die Offenlegung der wissenschaftlichen Strategie des Museums gehören zu dessen Aktivitäten.

Es erscheint ein Begleitheft (dt/engl.) mit Texten von Patricia Hartmann und Carina Plath. Vorträge und Gespräche werden die Präsentation und ihre Diskussion bereichern.
 

Ausstellungsbrochure Sprengel Museum: PDF (german)

Fälschungen im Museum "Das passiert jedem mal
27.02.2018 Stefan Koldehoff im Gespräch mit Karin Fischer Deutschlandfunk /
PDF

Gefälschte Kunstwerke: Dieses Museum zeigt gefälschte Bilder
13.04.2018 Emilie Buri
SRF / PDF

Sprengel Museum präsentiert "FAKE NEWS" aus eigener Sammlung
22.02.2018
dpa / PDF

Ist das echt? Fake News im Sprengel
22.02.2018
NDR / PDF

Die Originalität der Fälschung
20.02.2018 Daniel Alexander Schacht
HAZ / PDF

"Fake News" im Sprengel Museum
20.02.2018 Henning Queren
NP / PDF

"Fake News" aus der eigenen Sammlung
23.02.2018
DEWEZET / PDF

 

 
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