po 

   

current & upcoming

 





UNTER GEWISSEN UMSTÄNDEN

21.06.–01.11.2020


Die Neuzugänge der IKOB-Sammlung und Gäste

Mit: Marcel Berlanger, Franck Beauvet, Guillaume Bijl , André Blanck, Jean Pierre Bredo, André Butzer, Bert De Beul, Julie De Bleeckere,
Dirk Dietrich Hennig, Andrea Lehnert, Adrien Lucca ,Léopold Plomteux, Pat Rosenmeier, Paul Schwer, Heinrich Siepmann, Ton Slits,
Johan Tahon, Johan Van Geleuwe, Marcel Warrand, Yves Zurstrassen
Und: Aline Bouvy, Benoît Jacquemin, Tanja Mosblech, Francis Schmetz


Es sind immer die gewissen Umstände, die eine Sammlung in viel größerem Maß bestimmen als Planung, Konzept oder Geld. Diese gewissen Umstände sind jedoch schwer zu
steuern. Sie setzen sich aus Faktoren zusammen, die sich der Kontrolle einzelner entziehen. So müssen Zufall und Glück als die entscheidenden Variablen dieser gewissen Umstände gelten.

Ein Blick in die Geschichte der Museen lehrt uns, dass es oft genau diese Zufälle und eine gewisse Portion Glück waren, die einen Kauf, eine Schenkung eine Dauerleihgabe erst möglich
machten. Sie sind wirkmächtig lange vor Vertragsabschlüssen oder finanziellen Transaktionen und entscheiden maßgeblich über eine spätere Zusammenarbeit. Wenn z.B. Dauerleihgeber-
*innenentscheiden ihre Kunstwerke in unsere Obhut zu geben, dann geschieht dies, weil sie uns vertrauen. Dieses Vertrauen genießt das IKOB seit 27 Jahren.

So ist unsere Sammlung in den letzten Jahren nicht nur durch Ankäufe größer geworden, sondern auch durch Dauerleihgaben. Daher haben wir uns dazu entschieden unsere Neuzugänge zu
präsentieren. Parallel dazu, haben wir Freundinnen und Freunde des IKOB dazu eingeladen, im Rahmen von Parallelevents mit uns und unserer Sammlung in einen Dialog zu treten. Sie wurden
eingeladen, um uns in Form von Ausstellungen, offenen Ateliers, Screenings und Workshops an ihrer künstlerischen Praxis teilhaben zu lassen.

Für diese Aktionen haben wir zwei Räume im IKOB bereit gestellt, die unterschiedlich genutzt werden können. Für Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Präsentationen können sich die Künstler-
*innen im Erdgeschoss ausbreiten. Für Videokunst und Performances haben wir im Obergeschoß eine sogenannte Black Box geschaffen, die ebenfalls genutzt werden kann. Der größte Teil der
Ausstellungsfläche bleibt jedoch der Sammlung vorbehalten. Sie bildet den Rahmen, oder besser, den künstlerischen Horizont vor dem sich das entfaltet was wir “kritische Gegenwart” nennen.

---> Aufgrund der Corona-Pandemie verzichten wir auf eine Vernissage im üblichen Rahmen. Sie können die Ausstellung jedoch ab dem 21.06. zwischen 13 und 18 Uhr besuchen. Über den
Zeitpunkt einer geplanten Finissage werden sie per Newsletter informiert werden.

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen.
 
 
IKOB Museum für Zeitgenössische Kunst
Rotenberg 12b
4700 Eupen
Belgien

 
 

Hubertus Butin
Kunstfälschung - Das betrügliche Objekt der Begierde


Mit einem Beitrag über den Fälscher Carl Gerhardt Rudolf

2015 stellte die Londoner Dulwich Picture Gallery ihre Besucher auf die Probe. Statt des 1769 entstandenen Ölgemäldes Porträt einer jungen
Frau von Jean-Honoré Fragonard hängte sie eine für gerade einmal siebzig Pfund angefertigte Fälschung auf. Das Publikum war eingeladen,
das fingierte Kunstwerk unter den Exponaten ausfindig zu machen. Das Ergebnis war erstaunlich: Zum einen erkannten gerade einmal zehn
Prozent die Täuschung – zum anderen vervierfachten sich die Besucherzahlen.

Kunstfälschungen und das Interesse an ihnen haben Hochkonjunktur. Für den globalisierten Kunstbetrieb aber sind sie zur Herausforderung
geworden. Massenhafte Fälschungen erzeugen nicht nur erheblichen finanziellen Schaden, sie führen auch immer wieder Museen und die
Forschung auf peinliche Irrwege. Hubertus Butin zeigt, dass sich das Phänomen nicht auf einzelne Straftäter reduzieren lässt. Wie das Doping
im Sport, so ist die Fälschung in der Kunst ein systemisches Problem. Anhand zahlreicher, zum Teil irrwitziger, auch bislang unbekannter
Fallbeispiele geht Hubertus Butin den Ursachen nach, schildert das Vorgehen berühmter Fälscher wie Wolfgang Beltracchi und erläutert,
wie wir uns besser gegen Betrug und Täuschung wappnen können.

Pressestimmen

»Nicht zuletzt in dieser Hinsicht ergeht ein moralischer Appell, der ins Mark des gesellschaftlichen Selbstverständnisses, weit über die Kunst hinaus,
trifft. Er wird vorgetragen von einem Autor, der nicht Thesen arrangiert, sondern seine Ausführungen mit Belegen untermauert. So ist Hubertus Butins
Buch zugleich packende Lektüre – und als Bericht zur Lage das aktuell gültige Standardwerk.«
Rose-Maria Gropp, Frankfurter Allgemeine Zeitung »

Beleuchtet das Thema Kunstfälschung von allen Seiten. Spannend wie ein Kriminalroman.«
KUNSTnachrichten

Suhrkamp © 2020
Suhrkamp Verlag AG,
Alle Rechte vorbehalten
Hubertus Butin: Kunstfälschung
Das betrügliche Objekt der Begierde

D: 28,00 €
A: 28,80 €
CH: 38,50 sFr

NEUErschienen: 09.03.2020
Gebunden, 476 Seiten
ISBN: 978-3-518-42911-22015

  

 
 © dirkdietrichhennig.com
2021